Ochs und Esel stehen nahe beim Kind. Einfache Tiere, schweigend und fast unbeachtet. Und doch bedeuten sie alles: In ihnen erkennt die Tradition Israel und die Völker, das Ganze der Menschheit – oft ahnungslos, oft fern – und doch von Gott nahe an das Heil gestellt.
Sie stehen für das Unfertige, das Suchende, das Stumme in uns.
Für die Sehnsucht, die keine Worte hat.
Für das Bedürfnis nach Wärme, nach Nähe, nach Erlösung.
Die Ikone sagt: Alles in uns darf zu Christus. Gott weist nichts ab. Er zieht alles an sich. Advent heisst: auch das Unfertige, das Ungeordnete, das Stumme, das Unausgesprochene in uns darf beim Christuskind verweilen.

Text: Romina Monferrini
